Donnerstag, 31. März 2011

Garten-Koch-Event "Kapern": Ein Beitrag

Garten-Koch-Event März 2011: Kapern [31.03.2011]Bettina hat uns eine Mail geschrieben:


Hallo, ich blogge nicht, aber lese die Rezepte immer sehr gerne. Jetzt möchte ich auch mal was beitragen, nämlich eine Kaninchen-Zwiebel-Kapern-Pastete, mallorqinisch inspiriert "Empanada de conill amb ceba i taperas". Das Rezept und ein Bild befinden sich in der Anlage. Danke für die jeden Monat neuen schönen Themen.




Empanada de conill amb ceba i taperas



Empanadas gehören zur spanischen Küche und es sind Pasteten, also herzhaft gefülltes Gebäck. Je nach Anlass und auch abhängig von der Füllung haben sie manchmal auch andere Namen, aber das nehme ich nicht so genau. Sie sind traditionelles Ostergebäck. Außerdem isst man sie in Spanien als zweites Frühstück, es gibt sie in Klein beim Bäcker zu kaufen.

Der spanische Bäcker nimmt Mürbeteig, der je nach Region unterschiedlich zubereitet wird, oft sogar mit Schweineschmalz. Mürbeteig bröckelt leicht, wenn er zu dünn ist. Macht man ihn dicker und stabiler, kommt die Füllung geschmacklich zu kurz. Ersatzweise kann man Blätterteig nehmen, aber der hält die schwere Füllung nicht aus. Ich finde, die optimale Hülle wird aus Quark-Öl-Teig gemacht und wäre unser Quark in Spanien üblich, würden auch sicher dort die Empanadas daraus hergestellt werden.

Gefüllt werden Empanadas mit allerlei Zutaten, z.B. mit Erbsen und Lammfleisch, oder Thunfisch und Zwiebeln, oder - in Mallorca sehr beliebt - mit Mangold-Rosinen-Paprika-Gemüse, diese werden dann Cocaroilles genannt. Ich bleibe thematisch in Mallorca und fülle meine Empanada mit einem dort heimischen Gericht, nämlich Kaninchen in Zwiebeln. Ob zum Originalrezept Kapern gehören, weiss ich nicht, denn ich koche das Rezept immer nach Gefühl und Kapern kommen bei mir dazu. Natürlich ist das eine Methode der Resteverwertung, aber es lohnt sich durchaus, das Ragout extra für die Empanada zuzubereiten.

Ich benötige 400 g Kaninchenfleisch, sehr klein geschnitten, aber mit Hühnerbrust geht es auch. Dann brauche ich genauso viel Zwiebeln oder halb und Halb Zwiebeln und Lauch. Das wird nacheinander in Olivenöl angebraten, Knoblauch dazu, ein kleiner Schluck Wein, Lorbeer, ein Gläschen Kapern mit dem Essigwasser, eine Handvoll gehackte Mandeln, Safran, ein Hauch Zimt, eine rote Paprika und viel Paprikapulver. Natürlich Salz und Pfeffer. Vorsichtig nach Bedarf Flüssigkeit dazugeben, wir wollen keine Suppe haben. Nicht zu weich kochen, vielleicht eine halbe Stunde, denn das ganze kommt ja noch in den Ofen. Erst zum Schluss (damit die schöne grüne Farbe erhalten bleibt) noch eine Handvoll TK-Erbsen dazugeben.

Mein Teig besteht aus

125 g Magerquark
1 Ei
4 EL Olivenöl
1 TL Salz
1 TL getrocknete Kräuter der Provence oder ähnliches
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
evtl. noch 1-2 EL Milch

das wird gut durchgerührt und in drei Teile geteilt. Ich nehme die runde flache Silikonbackform und drücke ein Teigdrittel dünn auf dem Boden aus, am besten geht das bei diesem Teig mit den Fingern. Den Kreis nehme ich raus, lege es auf Backpapier, das wird mein Deckel. Genauso bereite ich den Boden zu und das restliche Drittel ist der Rand. Wenn das fertig ist, kommt die Füllung rein (evtl. Flüssigkeit vorher entfernen), Deckel drauf, gut verschließen, mit Gabel einpieksen und ca. 50 min. bei 180 Umluft backen.

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